Der Lauf beginnt mit dem Outrun des Hundes und geht fließend zum Lift und Fetch über. Der Hund sollte die Schafe vom ersten Augenblick an, wenn er sie in Bewegung bringt, unter Kontrolle haben: streng, aber ohne sie zu ängstigen. 

Diese Methode der ruhigen, souveränen Arbeitsweise ist dem Border Collie eigen, dem einen mehr, dem anderen weniger, und der Zuschauer wird sehr bald herausfinden, welcher Hund die Gabe besitzt, Ruhe und Sicherheit auf die Schafe zu übertragen. 


Bei einem klassischen Parcours erfolgt das Treiben (Drive) in Dreiecksform. Der Hund treibt die Schafe zunächst um Hundeführer (im Folgenden „Handler“ genannt) und Startpfosten herum, danach weg vom Handler in Richtung eines Tores. Damit beginnt der Drive. Nachdem die Schafe auf gerader Linie das Tor passiert haben, kippt der Hund die Schafe auf ein Quertreiben, das durch ein zweites Tor führt. Schließlich bringt der Hund die Schafe in die Mitte eines markierten Ringes (Durchmesser ca. 36 m), der sich in der Nähe des Startpfostens befindet. 


Wenn sich die Schafe gut treiben lassen und sie die Hindernisse des Parcours erfolgreich passieren, heißt das nicht unbedingt, dass die volle Punktzahl angerechnet wird. Dies hängt davon ab, ob von einem Hindernis zum anderen eine gerade Linie gewahrt wurde. Ein Abweichen von dieser geraden Linie wird mit Punktabzug bestraft. Die Schafe sollen in ruhiger, gleichmäßiger Weise über den Parcours getrieben werden. Anhalten oder Fortlaufen sowie zu hastige oder schlampige Arbeit des Hundes kosten Punkte. 


Shed, Pen und Single sind Aufgaben in der Naharbeit und daher echte Teamarbeit von Mensch und Hund. Die Arbeit sollte so ruhig wie möglich erfolgen. 


Unbedingter Gehorsam und gute Ausbildung sind für präzise Arbeit auf dem Parcours notwendig. Das Missachten von Befehlen oder ein übermäßiges Korrigieren durch den Hundeführer sind unerwünscht. 

Der Richter muss während des ganzen Laufs alles in Betracht ziehen, z.B. das Verhalten der Schafe und ihre Reaktionen auf das Umfeld. Er muss die Schafe, den Hund und das Verhalten des Handlers beurteilen und erkennen, wem Fehler anzulasten sind. Dabei entscheidet er über die Höhe des Punktabzugs oder ggf. über die Disqualifikation eines Hundes.